Beitrag in Sammelband erschienen

Im Sammelband “Fragile Behausungen - Prekäres Wohnen und Wohnungslosigkeit in Zeiten multipler Krisen” spannen die Herausgeber*innen Frank Sowa, Marisa Geiser-Krummenacher, Pauline Runge, Tom Neu, Anna Xymena Tissot, Nora Sellner und Athanasios Tsirikiotis ein breites thematisches Panorama, welches sich dem Wohnen interdisziplinär annähert.
Der Beitrag von Philipp Kadelke “Die Mietwohnung als Unsicherheitsraum. Ungleiche Wohnsicherheitslagen entlang des Wohneigentumsstatus” befasst sich aus soziologischer Perspektive mit der Frage, inwiefern längst nicht nur Wohnungslosigkeit Ausdruck prekärer Wohnverhältnisse ist, sondern das Konstrukt Mietwohnen per se (Wohn-)Sicherheitsbedürfnisse unzureichend befriedigen kann.
Die Publikation ist hier kostenfrei verfügbar.
Gewiss, es gibt fragilere Wohnformen als das ‚normale‘ Mietwohnen in Deutschland, wie viele der Autor*innen in diesem Sammelband eindrücklich beschreiben. Gleichwohl sensibilisiert eine Gegenüberstellung von Mietwohnen und Eigentumswohnen für eine Benachteiligungsdimension, die selten thematisiert wird und eine deutlich größere Gruppe betrifft. Welche sozialen und politischen Folgen das dauerhafte Verwehren von Wohnsicherheit für den sozialen Zusammenhalt hat, ist bislang weitgehend ungeklärt.

